Anfang 2024 lebten 44,7 Millionen außerhalb der EU geborene Personen in der Union. Die meisten davon in Deutschland, Frankreich und Spanien – Migration prägt die EU-Bevölkerung.
Anfang 2024 lebten in den Ländern der Europäischen Union rund 44,7 Millionen Menschen, die außerhalb der EU geboren wurden. Das entspricht 9,9 % der Gesamtbevölkerung der Union und bedeutet einen Anstieg um 2,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Migranten wurden in Deutschland (16,9 Millionen), Frankreich (9,3 Millionen), Spanien (8,8 Millionen) und Italien (6,7 Millionen) registriert.
Besonders auffällig ist Luxemburg, wo der Anteil der außerhalb der EU geborenen Personen bei 51 % liegt – der höchste Wert innerhalb der Union. Dahinter folgen Malta mit 30,8 %, Zypern mit 26,9 % und Irland mit 22,6 %. Im Gegensatz dazu sind die Anteile in Polen, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei mit weniger als 5 % am niedrigsten.
Zwischen 2014 und 2024 stieg der Anteil der Migranten in den meisten EU-Mitgliedstaaten an. Ausnahmen sind Lettland und Griechenland, wo ein Rückgang verzeichnet wurde. Die größten Gruppen von Zuwanderern stammen aus der Ukraine, der Türkei und Marokko – ein Spiegelbild aktueller geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen.
Migration wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, darunter wirtschaftliche, ökologische, politische und soziale Bedingungen. Die Mehrheit der in die EU zugezogenen Menschen ist jünger als die einheimische Bevölkerung. Das Durchschnittsalter der in der EU Geborenen beträgt 45,1 Jahre, während es bei den Migranten bei 43,1 Jahren liegt. In Estland, Frankreich, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen und der Slowakei ist jedoch der Anteil der über 65-Jährigen unter den Migranten höher als in der einheimischen Bevölkerung.
Interessanterweise sind die Gründe für Migration vielfältig. Wirtschaftliche Chancen, politische Stabilität und soziale Sicherheit ziehen viele Menschen an, während Konflikte und Umweltveränderungen viele dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen.
Die Auswirkungen der Migration auf die EU sind tiefgreifend. In einigen Ländern gibt es Herausforderungen bei der Integration, während andere Staaten Migration als Chance sehen, die Wirtschaft zu beleben und dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.
Die Debatte über Migration in der EU ist komplex und vielschichtig. Während einige Mitgliedstaaten strengere Einwanderungskontrollen fordern, plädieren andere für eine humanere und integrativere Politik. Diese Spannungen beeinflussen nicht nur die nationale Politik, sondern auch die Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten und die Zukunft der europäischen Integration.
Insgesamt zeigt sich, dass Migration ein zentraler Faktor für die demografische und wirtschaftliche Entwicklung der EU bleibt – mit allen damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.
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