Europäische Aktien stürzen um 5 % – Banken im Abwärtstrend. Rezessionsängste und US-Zölle belasten Märkte. Stoxx 600 verliert 5,1 %, wöchentlich minus 8 %. Deutsche Bank und Société Générale stark betroffen.
Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag erhebliche Verluste, angeführt von Banken, nachdem neue US-Zölle und wachsende Rezessionsängste die Anleger verunsicherten. Der Stoxx 50 fiel um 5,3 % auf 4.843 Punkte, den niedrigsten Stand seit Dezember, während der Stoxx 600 um 5,1 % auf 496 Punkte sank – ein wöchentlicher Verlust von 8 %, der schlechteste seit März 2022.
Banken trugen die Hauptlast der Abwärtsbewegung, nachdem sie bereits am Vortag deutliche Einbußen hinnehmen mussten. Die Branche verlor insgesamt 8,5 %, wobei deutsche Institute wie die Deutsche Bank (-10,1 %) und die Commerzbank (-5,1 %) besonders betroffen waren. In Frankreich büßten die Société Générale (-11 %) und die BNP Paribas (-7,3 %) ein, während spanische Banken wie Santander, Bankinter, Caixabank und Sabadell zwischen 9 % und 11 % an Wert verloren.
Die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China verschärfte die Unsicherheit. Als Reaktion auf amerikanische Zölle verhängte Peking Strafabgaben von 34 % auf bestimmte US-Waren. Die Europäische Kommission kündigte ihrerseits Gegenmaßnahmen an, und der französische Präsident Emmanuel Macron rief europäische Unternehmen dazu auf, geplante Investitionen in den USA vorerst auszusetzen.
„Die Märkte reagieren empfindlich auf jede Verschärfung der Handelsspannungen“, kommentierte ein Analyst.
„Die Kombination aus protektionistischen Maßnahmen und schwachen Konjunkturdaten belastet das Vertrauen der Anleger.“
Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen die anhaltende Volatilität an den Finanzmärkten, insbesondere im Bankensektor, der als Indikator für die wirtschaftliche Stabilität gilt. Beobachter erwarten weiterhin turbulente Handelsverläufe, solange die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten anhalten.