"UK erwartet neue US-Zölle – No 10 rechnet mit Auswirkungen auf britische Güter. Gespräche laufen, doch eine Einigung vor Mittwoch ist unwahrscheinlich. Die Regierung behält sich Gegenmaßnahmen vor."
Die Schweiz beobachtet die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und Grossbritannien mit Aufmerksamkeit. Wie aus Regierungskreisen in London verlautet, rechnet das Vereinigte Königreich damit, von den angekündigten US-Zöllen betroffen zu sein. Ein Abkommen zur Ausnahme britischer Waren werde voraussichtlich nicht rechtzeitig abgeschlossen.
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, am 2. April neue Zölle einzuführen, zusätzlich zu den bereits bekannten Abgaben von 25 Prozent auf Autos und Autoteile. In jüngsten Äusserungen deutete er an, dass die Massnahmen alle Handelspartner betreffen könnten, nicht nur Länder mit grossen Handelsungleichgewichten.
Ein Sprecher des britischen Premierministers bezeichnete die Gespräche über ein Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Ländern als konstruktiv, schloss jedoch Vergeltungsmassnahmen nicht aus, sollten die Zölle tatsächlich verhängt werden.
Der Premierminister wird stets im nationalen Interesse handeln. Wir bereiten uns auf alle Eventualitäten vor.
Die Verhandlungen zwischen den USA und Grossbritannien würden sich voraussichtlich über den angekündigten Stichtag hinausziehen, hiess es weiter. Die britische Regierung strebe eine ruhige und pragmatische Reaktion an, da ein Handelskrieg niemandem nutze. Dennoch behalte man sich alle Optionen vor.
Kritik kam von oppositionellen Politikern. Ein konservativer Abgeordneter warnte vor schwerwiegenden Folgen für die britische Wirtschaft, während die Liberaldemokraten eine entschlossenere Haltung forderten. Einige Stimmen plädierten sogar für Gegenmassnahmen nach dem Vorbild Kanadas und der EU.
Experten warnen vor wirtschaftlichen Konsequenzen. Das unabhängige Office for Budget Responsibility prognostiziert im schlimmsten Fall einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts um bis zu ein Prozent. Sollte Grossbritannien nicht reagieren, fiele der Effekt geringer aus, bliebe aber spürbar.
Besonders betroffen wären die britische Automobilindustrie und Luxusgüterhersteller. Die USA sind nach der EU der zweitwichtigste Absatzmarkt für britische Fahrzeuge. Trump begründet seine Pläne mit dem Schutz amerikanischer Arbeitsplätze, obwohl Verbraucher mit höheren Preisen rechnen müssten.
Die langfristigen Auswirkungen bleiben ungewiss. Sollte die Schweiz ähnliche Massnahmen erwägen, wäre eine sorgfältige Abwägung zwischen protektionistischen Interessen und den Folgen für die Exportwirtschaft entscheidend.
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