US-Aktien erleben schlimmste Woche seit Corona-Crash – China reagiert mit Gegenmaßnahmen auf Trumps Zölle. Globale Märkte stürzen ab, Handelskrieg droht Weltwirtschaft zu schaden.
Die US-Aktienmärkte erlebten die stärksten Verluste seit dem Corona-Crash, nachdem China mit Gegenmaßnahmen auf die von den USA verhängten Zölle reagierte. Die Spannungen im Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt lösten weltweite Turbulenzen an den Börsen aus.
Am Freitag brachen die drei wichtigsten US-Indizes – der S&P 500, der Dow Jones und der Nasdaq – um mehr als 5 % ein. Der S&P 500 verzeichnete einen Rückgang von fast 6 %, was die schlechteste Wochenperformance seit 2020 markiert. Auch europäische Märkte wie der deutsche DAX und der französische CAC 40 verzeichneten deutliche Verluste.
Die US-Regierung hatte zuvor umfassende Zollerhöhungen auf Importe aus zahlreichen Ländern angekündigt, darunter China, die Europäische Union und Vietnam. China reagierte mit eigenen Strafzöllen auf amerikanische Waren sowie mit Exportbeschränkungen für kritische Rohstoffe. Die chinesische Regierung bezeichnete die US-Maßnahmen als "unfair" und "regelwidrig".
"Die EU ist zu Verhandlungen bereit, wird aber auch ihre Interessen verteidigen",
erklärte Maroš Šefčovič, Handelskommissar der Europäischen Union, nach Gesprächen mit US-Vertretern. Die EU plant ihrerseits Vergeltungsmaßnahmen.
Analysten warnen vor den wirtschaftlichen Folgen der Eskalation. JPMorgan erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession auf 60 %, während die US-Notenbankchef Jerome Powell zwar die grundsätzliche Stärke der Wirtschaft betonte, aber auch vor Verlangsamung und steigenden Preisen warnte.
Besonders betroffen sind Unternehmen mit globalen Lieferketten, darunter Technologiekonzerne wie Apple, dessen Aktien um über 7 % fielen. Kleinunternehmer wie Pat Muscaritolo aus New Jersey fürchten um ihre Existenz: "Wir wissen nicht, wie hoch die Preise in einem Monat sein werden."
Während einige Investoren die Marktkorrektur als überfällig betrachten, wächst die Kritik an der Handelspolitik der USA – selbst innerhalb der Republikanischen Partei. Senator Ted Cruz nannte die Maßnahmen "riskant", auch wenn sie langfristig Vorteile bringen könnten.
Die Unsicherheit bleibt hoch, insbesondere in exportabhängigen Regionen wie den Falklandinseln, wo die Fischereiindustrie mit einem neuen 42 %-Zoll auf US-Exporte konfrontiert ist. Die Frage, wie sich die Handelskonflikte weiterentwickeln, bleibt offen.
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